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ALBUM DER WOCHE

Biffy Clyro - A Celebration Of Endings

14.08.2020

Als Biffy Clyro im März einige Musikredakteure nach Berlin einluden, um mit ihnen gemeinsam in ihr achtes Studioalbum rein zuhören, waren die drei sympathischen Schotten aufgeregt, nervös und konnten kaum auf ihren Stühlen stillsitzen. Diesen ersten Test, wie ihr neues Material wohl ankommen würde, bestanden sie zweifellos und konnten die Veröffentlichung von „A Celebration Of Endings“ zwei Monate später kaum abwarten. Doch dann machte ihnen die Corona-Pandemie einen gehörigen Strich durch die Rechnung, weil alles verschoben und nicht wie geplant stattfinden konnte. Interessanter Weise passt genau jetzt „A Celebration Of Endings“ zeitlich wie die Faust aufs Auge und man kann kaum glauben, dass es bereits weit vor und nicht erst während der Pandemie entstand.

Den Anfang macht „North Of No South“, ein fulminanter Auftakt, der Biffys Spielfreude unterstreicht und mit dem sie sich vier Jahre nach „Ellipsis“ eindrucksvoll zurückmelden. Der Wechsel zwischen eingängigen Melodien, kurzen Chorakzenten und schweren Gitarren wird auch bei „Weird Leisure“ deutlich. Man gewinnt den Eindruck, dass Biffy Lust haben zu experimentieren, sich nicht auf eine bestimmte Richtung festlegen und für Abwechslung sorgen wollen. Das zeigt sich vor allem bei „Worst Type Of Best Possible“, das am Ende herrlich knarzt. Oder „End Of Wild“, das wild und rebellisch daherkommt, bei dem Ben am Schlagzeug richtig Gas gibt und Simon sich durch den Refrain schreit. Vor dem letzten Titel „Cop Syrup“ mit seinen sechs Minuten kann man nur seinen Hut ziehen. Er startet völlig ungestüm – so hat man Biffy lange nicht gehört. Danach fängt er sich, wird ruhiger, episch und sphärisch, um am Ende noch einmal das Thema vom Anfang aufzugreifen und sich überschlagend zu verabschieden – ein Meisterwerk.

„A Celebration Of Endings“ klingt nach einem richtigen Befreiungsschlag. Dabei stellen die Schotten das Dagewesene in Frage und gehörig auf den Kopf. In einem Interview sagte Simon Neil: „Auf unserem Album geht es darum, dass, wenn Du einen Tiefpunkt erreichst, dich zurück kämpfen und alles neu bewerten musst. Neuanfänge sind absolut essenziell.“ Dasselbe gilt auch für die Corona-Pandemie. Doch schon weit davor wussten Biffy Clyro: „Wir brauchen das Chaos, die Anarchie und wollen euch sowohl mit Frage-, als auch mit Ausrufezeichen zurücklassen.“ Exakt das ist ihnen mehr als gelungen.

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