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ALBUM DER WOCHE

Dinosaur Jr. - I Bet On Sky

17.09.2012

„Cooles Altern im Rock ist praktisch unmöglich, die Auflösung nach der ersten, spätestens dritten Platte unbedingt empfehlenswert, und ansonsten geht in Sachen Rock-Unsterblichkeit nichts über korrektes Ableben zur rechten Stunde.“ - das sagte einst Ex-KLF-Mitglied und Kenner der Musikszene Bill Drummond. Aber bekanntlich gibt es ja für jede Regel auch eine Ausnahme. Diese bildet zum Beispiel Mastermind J Mascis, Frontmann der US-Alternative-Rockband DINOSAUR JR. Nach 27 Jahren Bandgeschichte und etlichen Besetzungswechseln erscheint nun das insgesamt zehnte Studioalbum „I Bet On Sky“. Und eins ist schon mal völlig klar: von Aussterben kann bei diesen Dinosauriern keine Rede sein.
Für Spätgeborene und zur Erinnerung: Die erste DINOSAUR-Platte mit Mascis, Lou Barlow und Murph erschien 1985, drei Jahre später hatte man sich in den langen Haaren, und ab 1989 war Mascis nur noch solo unterwegs und soll zwischenzeitlich sogar als Mitglied für die Grunge-Legende NIRVANA im Gespräch gewesen sein. 2005 fand man dann wieder zusammen, seitdem läuft es ganz gut. DINOSAUR JR. waren kommerziell nie wirklich erfolgreich, besaßen in Independent-Kreisen aber Kultstatus. Hits der Band waren u.a. eine Coverversion von „Just Like Heaven“ von The Cure, „Freak Scene“ (1988) oder „Feel The Pain“ (1994).
Auf "I Bet On Sky" überrascht die Band mit einigen ungewöhnlichen Arrangements - in xxx ist ein akustisches Interlude eingebaut, bei einigen anderen spielen Keyboards mit. Doch ihr Sound bleibt derselbe: „schwankende Midtempo-Hardrocker mit Black-Sabbath-Riffs, dünn-gebrochener Gesang, schmatzende Crazy-Horse-Soli, ultratraurige, im Gitarreninferno versenkte Popschmachter und pumpende Punkrock-Explosionen.“ (Rolling Stone)
Mit Hornbrille und schlohweißem Haar singt J Mascis nicht einfach nur, sondern erteilt in Songs wie "Don't Pretend You Didn't Know" und "Watch The Corners" vielmehr Ratschläge. Aber man befolgt sie gern. Schließlich kann man froh sein, dass es ihn noch gibt, nach einem heimtückischen Autounfall im vergangenen Jahr. Alles in allem ein anrührendes Alterswerk mit gewohnt schrammligem Gitarrensound. Alles sitzt perfekt an seinem Platz und wirkt, trotz oder gerade wegen seiner aus der Zeit gefallenen Anmutung, frischer als gedacht.

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