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ALBUM DER WOCHE

Lonely The Brave - Things Will Matter

17.05.2016

Als sich Anfang 2013 David Jakes (Gesang), Mark Trotter (Gitarre), Andrew Bushen (Bass) und Gavin Edgeley (Schlagzeug) in Cambridge zusammentaten, wussten sie zunĂ€chst vor allem eins: Dass sie etwas anderes machen wollten als das, was sie alle in ihren vorherigen Bands ausprobiert hatten. Es sollte etwas Neues entstehen, ein Rocksound, der ebenso tiefgrĂŒndig wie griffig, komplex wie zugĂ€nglich sein sollte. Man könnte auch sagen, sie waren auf der Suche nach einem Arena-Rocksound mit Tiefgang und Lyrik, wie man ihn in der gegenwĂ€rtigen englischen Musikszene vergeblich sucht.

Schnell fanden Lonely The Brave ihren Stil: Sie ließen alles außen vor, was zu sehr nach persönlichen EinflĂŒssen klang und versuchten, sich von ihren bisherigen Inspirationsquellen weitestgehend zu lösen. Einen ersten Vorgeschmack ihrer IndividualitĂ€t bot die nur wenige Monate nach BandgrĂŒndung erschienene EP „Backroads“, die ihnen nicht nur Support-Tourneen fĂŒr Black Rebel Motorcycle Club und die Deftones, sondern auch Auftritte bei großen Festivals wie Download oder Rock am Ring einbrachte. Noch einschneidender war die Medienresonanz auf die Stimme von David Jakes, der vom Magazin The Fly als „der neue Eddie Vedder“ geadelt wurde. Und die Huffington Post schrieb: „Ihr Vokalist hat eine monumentale, arenafĂŒllende Stimme, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie tatsĂ€chlich dort zum Einsatz kommt.“

Entsprechend hoch war die Erwartung an ihr DebĂŒtalbum „The Day's War“, das die britische Presselandschaft zu weiteren BegeisterungsstĂŒrmen hinriss. Im Verlauf der anschließenden Europatournee verdoppelte sich die GrĂ¶ĂŸe der Clubs und Hallen, in denen Lonely The Brave spielten, fast im Monatstakt. Obendrein wurden sie von einigen persönlichen Helden zu Konzerten und Tourneen eingeladen, darunter Bruce Springsteen und Neil Young. Im Zuge dieser vielen Live-AktivitĂ€ten wuchs die Band zum Quintett an, nachdem der zweite Live-Gitarrist Ross Smithwick zum festen Mitglied ernannt wurde. Eine klangliche und Ă€sthetische Bereicherung, die nun auch dem zweiten, von Ross Orton (M.I.A., Arctic Monkeys) produzierten Album „Things Will Matter“ zugutekommt: Der Sound ist reichhaltiger und verspielter, auch druckvoller und progressiver. Mit diesem Album dĂŒrfte Lonely The Brave fraglos der nĂ€chste Schritt auf dem Weg in die Rock-Oberliga gelingen.

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