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ALBUM DER WOCHE

Liam Gallagher - As You Were

09.10.2017

Große Klappe, aber nichts dahinter – diesen Spruch kennen wir alle. Was passiert aber, wenn eine der größten Klappen der britischen Musikszene plötzlich zum ersten Mal ein Soloalbum macht? Steckt da nichts dahinter? Weit gefehlt. Zumindest im Fall von Liam Gallagher.  Das Ergebnis nennt sich „As You Were“. Zwölf Tracks die fast schon ruhiger und geläuterter klingen, als man das vielleicht vom ersten Soloalbum des Ex- Oasis Sänger vermuten würde. Musikalisch bleibt sich der 45-jährige ziemlich treu.

Das mag auf dem ersten Blick erstmal langweilig klingen, ist aber eine ganz bewusste Entscheidung. „Ich wollte nichts neu erfinden oder auf eine Space-Jazz-Odyssee abdriften“, sagt Liam. „Es ist der Lennon-‚Kalter Entzug’-Vibe, The Stones, die Klassiker. Aber eben heute und auf meine Weise.“  Und da reicht schon ein kurzes Gitarren Riff a la „Wonderwall“ aus, so wie auf der Single „What It’s Worth“ und schon ist man mittendrin im Universum klassischer Brit Pop Sounds. Aber „As You Were“ ist kein neues Oasis Album. Liam kriegt auf seinem Solodebüt relativ schnell die Kurve. „You Better Run“ oder „Greedy Soul“ zum Beispiel, treiben fast schon stampfend den Sound voran und überraschen mit kratzigen Gitarrenriffs, die ein wenig an klassischen Southern Rock erinnern, als an BritPop. Das dürfte in erster Linie nicht an Liam selbst liegen, eher am amerikanischen Musiker Greg Kurstin, der für „As You Were“ sämtliche Instrumente spielt. Der Multiinstrumentalist hat in seiner Laufbahn auch schon mit Bands wie Beck,  den Red Hot Chili Peppers oder den Foo Fighters zusammengearbeitet und bringt vielleicht deshalb auch diesen leicht amerikanischen Touch in die Songs mit ein.

Die Stärke von Liams Solodebüt liegt aber eindeutig in den großartigen Melodien. Besonders intensiv und fast schon gänsehautartig schleicht sich die Ballade „Universal Gleam“ in die Gehörgänge. Liam Gallagher weiß ganz genau, wie er uns und seine Fans um den Finger wickeln kann. Deshalb genießen wir die Platte nochmal im Repeat- Modus und zwar wie Liam es auf dem letzten Song der Platte „I’ve All I Need“ besingt: „It’s no time for looking back. Thanx for all“. Es ist nicht an der Zeit zurückzuschauen. Danke für alles.

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